16 Okt

Coral Bay – Abschied vom Ningaloo Reef

Unseren Abschied vom Ningaloo Reef – nicht aber vom Schnorcheln – verbrachten wir in Coral Bay, einem kleinen Örtchen mit 10 mal mehr Touristen als Einwohnern, genau einer Strasse, aber 2 Supermärkten, einem Bottleshop, einer Handvoll Touranbietern und Unterkünften.

Getreu dem Namen erstreckt sich direkt vom Strand aus eine riesige Bucht über und über angefüllt mit den verschiedensten Korallen, die hier den Meeresboden in vielen Etagen nahezu komplett bedecken. Wir vermissten hier allerdings die Fische, Schildkröten und anderen Meeresbewohner, die wir im Ningaloo Marine Park auf der Cape Range Peninsula täglich so bewundert hatten. Deshalb buchten wir uns wieder eine Ecotour, die uns zu weiter abseits gelegenen Schnorchelspots bringen sollte.
Und dann hatten wir wiedermal einen dieser unglaublichen Tage: Vom Jetty aus fuhren wir mit der (Bootsname) hinaus zu unserer ersten Boje: Hier schnorchelten wir, während Noah wieder seelenruhig sein Vormittagsschläfchen auf dem Boot hielt in einem Korallenbecken, deren Form und Farbe alles hergab, was wir bisher schon gesehen hatten. Über eine Riffkante hinweg schwammen wir dann in ein Riffgebiet mit tieferem Wasser. Hier konnten wir nun mit etwas weniger Adrenalin und unter fachkundiger Führung Riffhaie und Schildkröten beobachten.

Zurück auf dem Boot fuhren wir über eine Bucht in der eine große Anzahl Meeresschildkröten lebt und die man hier wegen des klaren Wassers besonders gut beobachten kann, in eine Bucht in der Mantarochen leben. Über eine Stunde lang konnten wir abwechselnd mit diesen Tieren schwimmen. Während der Mantarochen auf der Suche nach Plankton und kleinen Fischen schwerelos durch das Wasser zu gleiten scheint, muss man sich schon ganz schön anstrengen hinter ihm herzu schwimmen und ihn bei allen Kurven und Wendungen nicht aus den Augen zu verlieren. Ulli und ich konnten hier sehr viele Bahnen mit diesen Tieren ziehen, da Noah an Bord wieder mal schnell Freunde gefunden hatte – diesmal einen jungen Mann und eine nette Seniorin, die selber nicht ins Wasser wollten und das Spektakel von Bord aus beobachteten. Gut betreut hielt Noah sein zweites Nickerchen des Tages.

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch in einer Bucht, in der wir direkt 4 Schildkröten beim Sonnen und Schwimmen beobachten konnten. Außerdem entdeckten wir noch einen Oktopus, einen Blue Spotted Ray und den Beaked Letherjacket – einen kleinen türkisfarbenen Fisch mit orangenen Punkten, der mit seinem spitzen Mund Korallenpolypen frisst.
Wir haben auch in Coral Bay ein paar Tage verlängert und es genossen jeden Morgen nur ein paar Meter vom Camper zum Strand zu laufen. Trotzdem würden wir das Ningaloo Reef im Cape Range Nationalpark wegen der Vielfalt an Tieren, die man direkt vom Strand aus erschwimmen kann, Coral Bay vorziehen.

Wer keine Zeit hat bis nach Exmouth zu fahren, dem empfehlen wir einen Abstecher zum Point Quobba. Hier gibt es eine von den Wellen geschützte Bucht, die das Aquarium genannt wird. Bei Hochwasser kann man hier im maximal 2 Meter tiefen Wasser einen Weg durch den Korallengarten, der bis zur Wasseroberfläche reicht, suchen und auf engstem Raum unzählige Fische, die zum Teil bei Flut über eine natürlich Stufe hereingespült werden, Rochen und Oktopoden beobachten. Hier haben wir das erste mal einen Oktopus über den Boden kriechend und schwimmend und dabei seine Farbe den jeweiligen Untergründen anpassend gesehen. Außerdem bin ich stolz auf die Sichtung des Yellow Boxfish und einem Vertreter des weißgefleckten Kugelfisch – beides Einzelgänger und daher nicht so einfach zu erspähen.

Direkt neben der Bucht gibt es einen Platz zum Campen direkt am Meer, den wir kurzentschlossen für 2 Nächte genutzt haben – Dank des wenig eifrigen Rangers sogar für lau.
Circa einen Kilometer entfernt prusten die Blowholes ihr Wasser in die Luft. Da das ganze Gebiet aus Kaarst besteht, ist der Untergrund teilweise löchrig. An den Klippen führt das teilweise dazu, dass das Wasser beim Auftreffen der Welle durch diese Löcher gepresst wird und ähnlich der Wasserfontäne eines Geysiers nach oben schießt.

Allzeit gute Reise!
Eure

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.