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Die Hanover Bay hat einen wunderschönen Strand, der bei Ebbe ans Tageslicht kommt. Bevor wir vor dem Frühstück unseren ersten Fuß darauf setzen konnten, spielte ein junger Dingo im aufgehenden Sonnenlicht. Von nahem waren für uns nur noch die Spuren sichtbar. Jules gesammelten Muscheln, die sie natürlich auf dem Strand gelassen hat, gaben ihr Anregung zur künstlerischen Gestaltung.

Ein wenig weiter die Küste hoch mündet der Prince Regent River, der mit 160km Länge größte Fluss der Kimberleys, der sich mit wenig Tiefgang befahren lässt. Flussaufwärts erweitert er sich zu riesigen Becken um dann wieder recht schmal durch mit Mangroven bewachsenen Ufern zu ziehen. Im Basin ist die Fahrrinne 100 m tief, ansonsten liegt die Tiefe tidenabhängig zwischen zwei und drei Meter. Da enorme Wassermassen im Tidenwechsel hin und her bewegt werden, entstehen im Basin riesige langsame Strudel. Das Wasser braucht darin etwa eine Stunde bis zum Boden. Die Navigation durch diese Strudel erfordert schon etwas Geschick.  Immer wieder war ein Geräusch hören, das sich wie sehr schnelles Platschen auf der Wasseroberfläche anhörte. Verursacher war ein kleiner Fisch, der seine Schwanzflosse so schnell gegen das Wasser bewegte, das er sich schräg über dem Wasser vorwärts bewegte.

Unser Ziel waren die Kings Cascades, Wasserfälle nach King Georg IV. benannt, die sich über unzählige Treppen ins Meer ergießen. Manche dieser Treppen stauen das Wasser zu kleinen und zum Teil sehr tiefen Seen auf, in denen beim Schwimmen keine Gefahr droht. Die Crocs mussten unten bleiben. Noah konnte sich erstmal richtig austoben.

Da der Fluss von Ost nach West verläuft, hatten wir das Vergnügen auf dem Rückweg direkt in den Sonnenuntergang zu fahren.

Beim Debriefing hörten wir dann die schaurige Geschichte der Seglerin Ginger Meadow, die in den achtziger Jahren beim Schwimmen von der geankerten Yacht Lady G das Ufer unter den  Wasserfällen nicht mehr erreichen konnte, weil ein Croc sie gepackt hatte.

Euer