El Questro, erste ehemalige Cattle Station in den Kimberley, hatten wir beim letzten Mal nicht besucht, da es uns zu touristisch vorkam. Mit Hubschrauberlandeplatz, eigenem Airstrip, eigener Tankstelle mit Autowaschanlage, einer Zeltstadt und einem Cafė mit sehr leckerem Kaffee ist es das auch.






Wir haben jedoch einen privaten Übernachtungsplatz drei Kilometer weiter am Pentecoast River bekommen und waren wirklich privat. Wir waren alleine. Dieser Platz und die angebotenen Wanderungen waren so attraktiv, dass wir umplanten und eine Nacht länger blieben. Im Fluss konnten wir wegen Krokodilwarnung nicht schwimmen, das Rauschen ließ uns abends rasch einschlafen. Die Wanderungen in die Amalia Gorge und zu den Champain Pools, letztere insgesamt 10km, zeigten uns auf kurzer Wegstrecke alle Vegetationsstufen und Geländeformen, die es in den Kimberley gibt. Da die meisten Besucher von El Questro diese Wanderungen nicht angehen, waren wir am Ende die einzigen.
















Die heißen Zebedee Quellen jedoch, Hauptwerbemittel von El Questro, waren, mit einem kurzem Fussweg von etwa 300m, überfüllt. Trotzdem war es attraktiv das Gewässer mit vielen kleinen Becken inmitten der überquellenden Vegetation mit verschiedenen Palmenarten zu sehen. Die größte Art, die etwas 18m über uns ein Blätterdach bildete, ist die Jahrhunderte alte, hier endemisch vorkommende Livistona Palm. Ein Bad am Morgen in 32 Grad warmen Wasser war schön, aber machte eher müde, als dass es erfrischte.



Daher wurde die Weiterfahrt auf die Gibb River Road, auch mit den Highlights River Crossing über den Pentecoast und dem ein paar Kilometer dahinter zu findenden Aussichtspunkt, ein wenig mühsam.




Erst das erfrischende Bad im Fluss an der Ellenbrae Station, unser nächstes Ziel, brachte die gewünschte Abkühlung.
Wir fahren uns unbekannte und, wenn sie uns gut gefallen haben, auch bekannte Plätze auf der Gibb an. Die Ellenbrae Station gehört zu den bekannten. Die hier zu kaufenden Scones sind zu Recht bekannt und beliebt. Im letzten Jahr wurden hier während der Saison, etwa ein halbes Jahr, 21.561 Stück verkauft – einfach lecker. Ursprünglich kamen die Scones aus Schottland und wurden dort bereits um 1500 erwähnt.



Die Ellenbrae Station zeigt, dass es auch in Australien mit erneuerbarer Energie klappen kann. Neben einem Ersatzgenerator, der quasi nie gebraucht wird, wird die komplette Station mit Solarenergie inklusive Speicher versorgt.
Eure


