Neueste Beiträge Kategorien
Archiv

Nach einer für die Korallen viel zu warmen Phase des Meeres in 2025 kam es im März 2026 zu einer verfrühten Korallenblüte. Das machen Korallen, wenn sie unter Stress stehen um Verluste auszugleichen. Die Korallenblüte ist ein Fest für alle Meeresbewohner, bietet sie doch neben der Ansiedlung neuer Korallen auch eine Nahrungsgrundlage am Anfang des Ökosystems.  

Genau zu diesem Zeitpunkt wurde der Ningaloo Marine NP und der Cape Range NP, wie auch die Stadt Exmouth und der Flughafen Laermonth vom stärksten Zyklon seit Beginn der Aufzeichnungen getroffen. Wind und Wellen waren so stark, dass sogar Delphine und Wale auf den Strand „geworfen“ wurden und verendeten. Es traf alle Tiere. Die Korallenblüte wurde ins offene Meer gespült, die filigranen Korallen im flachen Wasser brachen ab, Sträucher und Büsche wurden ins Riff gespült und setzen für Korallen giftige Algen an. Das Flughafengebäude und das Nationalpark-Infozentrum zum Beispiel sind nachhaltig betroffen. So wird das Gepäck wie früher mit einem Trecker vor den Flughafen gefahren direkt vom Wagen und nicht vom Band.

 

Unser Vergleich mit dem Riff vor 3 Jahren zeigt den Verlust von vielen Korallen, es gibt weniger Fische und andere Tiere im Riff und auch im Nationalpark. Umso hoffnungsvoller ist, dass es auch ganz neue Sprossen unter Wasser mit vielen bunten Fischen gibt. Die Zerstörung ist also nicht Flächendeckend. Hoffentlich gibt es das Paradies auch noch in ein paar Jahren.

Die Off-road Strecken in den Nationalpark werden nach dem Wirbelsturm langsam wieder geöffnet, wir hatten viel Spaß daran unsere Off-Road  Skills abzurufen. Der Shothole Drive führte uns durch ausgetrocknete Flussbetten mit kleinen und großen Kieseln, sandige Steilstrecken rauf und runter und über ausgefahrene und geriffelte Strecken. Leider waren am Ende die Wanderrouten noch gesperrt.

Unsere Zeit im Nationalpark haben wir auch genutzt zu adaptieren, viel zu schlafen und jeden Tag die unterschiedlichen Strände und unsere Tauchgänge im kristallklaren Wasser zu genießen. Da die Sonne abends schon gegen 18Uhr untergeht, konnten wir bequem die Schlafenszeit nach vorne verlegen, was einfach war, weil wir uns sowieso an eine neue Zeitzone gewöhnen mussten. So war es auch einfach zu unserem Highlight sehr früh aufzustehen. Am letzten Tag im Riff warteten die Whale Sharks, Walhaie auf uns. Wir hatten das große Glück einen Walhai zu treffen, der sich in keinster Weise gestört fühlte und seine Bahn zog. So hatten wir ausgiebig Zeit ohne Mühe neben diesem riesigen Fisch her zu schwimmen. Wenn er plötzlich vor einem auftaucht, ist es als stehe alles still, lautlos, mit wenigen langsamen Bewegungen gleitet er durch‘s Wasser.

Durch die Veränderungen im Riff sind wir wieder intensiv an den menschengemachten Klimawandel erinnert worden und auch daran, dass wir uns nicht zuletzt mit dieser Reise am Klimawandel beteiligen. Wir denken, auch wenn das nur teilweise hilft. über Kompensationsmöglichkeiten nach.

Eure